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01.02.2018
Eine Erzieherin gibt Tipps

So verbringen Sie mehr „Quality Time“ mit Ihrem Kind

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01.02.2018

Erst sind die Kinder in der Kita oder Schule, während man selbst arbeitet. Dann steht die Hausarbeit an und die Kinder spielen in ihren Zimmern. Und nach dem Abendessen ist für die Kleinen bald der Tag vorbei. Im Alltag mehr Zeit oder gar echte „Quality Time“ für seine Kinder zu finden, fällt vielen Eltern schwer. Dabei bedarf es nur eines gemeinsamen Plans, wie uns eine Expertin verrät.

Eltern widmen ihren Kindern im Schnitt eine Stunde und 20 Minuten am Tag. „Und diese Zeit wird eher verschwendet, als gut genutzt“, sagt Christiane Kutik. Die erfahrene Erzieherin berät als Erziehungscoach Eltern und pädagogische Fachkräfte. Sie versteht unter „Quality Time“ neben gemeinsamen Erlebnissen auch bewusste Zeit im Alltag, in der man Aufgaben gemeinsam erledigt.

Kinder haben ein grosses Interesse, am Alltag mitzuwirken

„Echte Qualitätszeit gewinnt man, wenn man den Kindern aufmerksam begegnet“, erklärt Kutik. Und wenn man sie in die täglichen Abläufe mit einbeziehe, statt sie zum Spielen auf ihre Zimmer zu schicken oder direkt vor den Fernseher zu lassen. „Insbesondere kleine Kinder haben ein großes Interesse mitzuwirken“, weiß die Erzieherin. Sie empfiehlt, den Kindern kleine Aufgaben zu geben, wie beispielsweise Kartoffeln schälen oder frische Kräuter waschen. So erlebten Kinder, dass auch sie eine Hilfe im Haushalt sind und eine wichtige Rolle einnehmen.

„Lass nur, ich mach das schnell selbst“ – solche Sätze seien laut Kutik schädlich für jede Qualitätszeit. Denn gerade Tätigkeiten, die Erwachsene beliebig finden, sind für Kinder mitunter spannend, wenn sie aus der Kita oder Schule kommen. Neben dem gemeinsamen Kochen können das auch Fegen (mit dem Kinderbesen), Putzen (mit kleinem Tuch) oder das Gießen der Blumen sein. „Kinder wollen nicht immer nur betüdelt (umsorgt, Anm. d.Red) werden“, ist sich Kutik sicher. Es sei wichtig, dass Eltern dies verinnerlichen. 

Klar kommunizieren, Gewohnheiten einüben: So bewegt man Kinder zum Mitmachen

So lassen sich Kinder ganz spielerisch in die täglichen Aufgaben einbinden. „Am besten man signalisiert dem Kind, dass jetzt Kochzeit ist und es helfen darf. Je früher die Eltern damit anfangen, desto einfacher ist es, gute Gewohnheiten einzuüben“, rät Kutik. Ein weiterer positiver Effekt: Wenn Kinder gemeinsam mit ihren Eltern Alltagsaufgaben erledigen, erzählen sie mehr von sich selbst – von ihren Erlebnissen im Kindergarten oder in der Schule. Auf Knopfdruck beim Abendessen etwas berichten zu müssen, führe dazu, dass sich einige Kinder eher verschließen, weiß die Erziehungsexpertin.

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Das Allerwichtigste seien eine klare Kommunikation und verlässliche Regeln für den Alltag. „Dazu gilt es auch, untereinander zu klären, wer wann was macht“, sagt Kutik. Denn wer den Anspruch habe, immer alles gemeinsam zu erledigen, sei am Abend völlig erschöpft und habe weniger Qualitätszeit mit den Kindern erlebt, so die Expertin.

Eltern sind keine ,,Dauerwunscherfüller''

Kutik rät, einen Plan sichtbar für alle aufzuhängen, um sich gemeinsam zu organisieren und Abläufe einzuüben. Bei der Aufstellung könnten Kinder mit einbezogen werden, jedoch „müssen Eltern definitiv die Führungsrolle übernehmen – statt sich als Dauerwunscherfüller zu sehen.“ Eltern selbst verschaffen sich mit dem Plan schnell einen Überblick, wann Kinder in die Haushaltsaufgaben eingebunden werden können und wo freie Qualitätszeit mit den Kindern bleibt: zum Basteln oder für gemeinsame Spiele.

Auch Zeiten für gemeinsame Aktivitäten am Wochenende können im Plan eingetragen werden. Denn natürlich stehen insbesondere berufstätige Elternteile vor der Herausforderung, ihre Kinder im Alltag erst beim Abendessen zu sehen. „Am besten, Sie machen einen Ausflug in die Natur, gehen in den Wald, machen ein Picknick“, rät Kutik. Das seien Orte, wo mal nichts vorgegeben ist, man sich selbst umschaue und gemeinsam Neues entdecke. Das bringe alle in Kontakt und mache die Freizeit mit den Kindern zu einer spürbaren „Quality Time“.

Wer diese Tipps beherzigt, erfährt langfristig mehr Freude und ein stärkeres Miteinander in der Familie. „Für Eltern entstehen mehr Möglichkeiten, mit dem Kind ins Gespräch zu kommen – und das ist das allerwichtigste, wenn wir von Qualitätszeit sprechen“, sagt Kutik. Denn Kinder haben viele Fragen und wollen viel mehr mitteilen – nur fehlen ihnen oft die Gelegenheiten.

Christiane Kutik

ist Mutter zweier erwachsener Kinder und erfahrene Erzieherin. Als Coach für Erziehungsfragen berät sie Eltern und pädagogische Fachkräfte in schwierigen Alltagssituationen. Sie ist Buchautorin zahlreicher Erziehungsratgeber, wie "Erziehen mit Gelassenheit" oder zuletzt "Herzensbildung. Von der Kraft der Werte im Alltag mit Kindern".

Eltern sind keine ,,Dauerwunscherfüller''

Kutik rät, einen Plan sichtbar für alle aufzuhängen, um sich gemeinsam zu organisieren und Abläufe einzuüben. Bei der Aufstellung könnten Kinder mit einbezogen werden, jedoch „müssen Eltern definitiv die Führungsrolle übernehmen – statt sich als Dauerwunscherfüller zu sehen.“ Eltern selbst verschaffen sich mit dem Plan schnell einen Überblick, wann Kinder in die Haushaltsaufgaben eingebunden werden können und wo freie Qualitätszeit mit den Kindern bleibt: zum Basteln oder für gemeinsame Spiele.

Auch Zeiten für gemeinsame Aktivitäten am Wochenende können im Plan eingetragen werden. Denn natürlich stehen insbesondere berufstätige Elternteile vor der Herausforderung, ihre Kinder im Alltag erst beim Abendessen zu sehen. „Am besten, Sie machen einen Ausflug in die Natur, gehen in den Wald, machen ein Picknick“, rät Kutik. Das seien Orte, wo mal nichts vorgegeben ist, man sich selbst umschaue und gemeinsam Neues entdecke. Das bringe alle in Kontakt und mache die Freizeit mit den Kindern zu einer spürbaren „Quality Time“.

Wer diese Tipps beherzigt, erfährt langfristig mehr Freude und ein stärkeres Miteinander in der Familie. „Für Eltern entstehen mehr Möglichkeiten, mit dem Kind ins Gespräch zu kommen – und das ist das allerwichtigste, wenn wir von Qualitätszeit sprechen“, sagt Kutik. Denn Kinder haben viele Fragen und wollen viel mehr mitteilen – nur fehlen ihnen oft die Gelegenheiten.

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