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20.11.2018
Bewusst genießen

Warum wir unsere Mahlzeiten zelebrieren sollten

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20.11.2018

Wie viel Zucker ist im Smoothie? Wie viele Nährstoffe hat der Mittagssnack? Und gibt’s im Schnellimbiss auch eine vegane Karte? Wohl niemals zuvor haben sich so viele Menschen so intensiv mit ihrer Ernährung beschäftigt wie heute. Ob vegetarisch, glutenfrei, Low-carb-Diät oder Low-fat: sie wissen ganz genau, was sie essen sollten. Jedoch vergessen viele von ihnen darüber das „Wie“. 

Zwischen zwei Meetings, lesend am Arbeitsplatz oder in Bus oder Bahn – haben Sie heute auch mal wieder schnell zwischendurch gegessen? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen auch. „Im hektischen Alltag soll das Essen immer zügiger und besonders einfach gehen“, erklärt Lena Marbach, Rezeptentwicklerin bei Thermomix Deutschland. „Deshalb nimmt auch der Außer-Haus-Verzehr von Speisen deutlich zu.“ Die studierte Ökotrophologin beobachtet, dass wir so zunehmend verlernen, auf die Bedürfnisse unseres Körpers zu hören – und dann mit dem Völlegefühl das schlechte Gewissen einsetzt.

Wer fernsieht, nimmt nicht wahr, was er isst

Denn obwohl wir vermehrt darauf achten, was in unseren Mahlzeiten enthalten ist, wird das Essen selbst zur Nebensache. „Wer zum Essen den Fernseher anschaltet, ist so sehr mit dem Programm beschäftigt, dass er gar nicht mehr wahrnimmt, was er isst – und wieviel“, nennt Marbach eines von vielen Beispielen aus dem Alltag. „Dabei sollte man sich bewusste Auszeiten und ausreichend Zeit für sein Essen nehmen.“

Achtsamkeit beim Essen hat viele Vorteile

Wer beim Essen Achtsamkeit walten lässt, isst meist automatisch auch gesünder. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass das Sättigungsgefühl erst nach 20 Minuten einsetzt und dass gut gekautes Essen besser bekömmlich ist“, so Marbach. Da das allgemein bekannte Müdigkeitstief nach zu schnellen und großen Mahlzeiten vermieden würde, gehe achtsames Essen so außerdem mit einem gewissen Wohlfühlfaktor einher.

Überhaupt führt die Ernährungswissenschaftlerin nicht nur die körperlichen Vorteile des achtsamen Essens ins Feld. Auch der Genuss sei ein anderer, wenn man sich ganz bewusst mit dem auseinandersetze, was man gerade zu sich nehme.

Das heißt nicht, jeden Snack und jeden Bissen bis ins kleinste Detail zu analysieren. Vielmehr empfiehlt Marbach, einzelne Mahlzeiten wie das Mittagessen mit Kollegen oder das Abendbrot mit der Familie ohne Ablenkungen wieder mehr zu genießen und zu zelebrieren.

Praxis-Tipps für den bewussten Genuss

Neben diesen bewussten Auszeiten hat sie weitere konkrete Tipps, wie sich das achtsame Essen in den Alltag integrieren lässt: „Um den Geschmack auf sich wirken zu lassen und das Tempo bei einer Mahlzeit rauszunehmen, hilft es, ab und an das Besteck zur Seite zu legen“. 

Ganz wichtig sei auch, Achtsamkeit erst einmal zu üben und mit einer Mahlzeit am Tag zu starten. „Wenn man neue Dinge angeht, möchte man oft alles auf einmal ändern, scheitert damit und ist dann frustriert“, warnt Marbach. Erst wenn ein Ritual gut in den Alltag integriert ist, sollte man das nächste Ziel angehen.

Wer selbst kocht, genießt bewusster

Zu guter Letzt spiele auch die Zubereitung der Mahlzeiten eine große Rolle. Wer viel selbst mache und Neues ausprobiere, der nehme sich auch mehr Zeit, das Selbstgekochte zu genießen.

„Wir beobachten bei unseren Thermomix-Fans, dass sie sich sehr bewusst mit ihrem Essen auseinandersetzen, weil sie häufig Brot, Gemüsebrühe oder sogar Joghurts selber machen – also Dinge, die andere Menschen eher fertig kaufen“, so Marbach. Außerdem führe die große Auswahl an gelingsicheren Rezepten im Rezept-Portal Cookidoo® dazu, dass mehr experimentiert würde. "Und neue Geschmacksnoten zu entdecken, führt fast automatisch zu bewussterem Genuss."

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