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16.11.2018
PROBIER’S MAL MIT GEMÜTLICHKEIT

Was Hygge und Temial verbindet

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16.11.2018

Hygge – so heißt der Gemütlichkeitstrend aus Dänemark. Auch wir wollen von den Dänen lernen, wie man zuhause entschleunigen kann, wenn es draußen kälter wird, und treffen uns mit acht jungen Leuten beim Vorwerk Tee-Experten Thomas Langnickel-Stiegler in Leipzig . Während wir in die Welt des Teegenusses eintauchen und es uns in seiner Altbauwohnung gemütlich machen, entstehen sie fast von selbst – die Zutaten für einen entspannten Alltag. 

„Riech an diesen Blättern“, sagt Thomas Langnickel-Stiegler und öffnet eine Papierpackung. Er schüttet ein Häufchen Teeblätter in eine Schale und reicht sie mir. Ich halte den Tee unter meine Nase und versuche, den Duft einzuordnen. Thomas bereitet unterdessen den ersten Aufguss vor: „Dieser feine weiße Tee aus China gehört zu den mildesten Sorten der Welt.“ Er ist Tee-Experte, arbeitet bei Vorwerk Temial, gibt dort unter anderem Seminare, ist „Tee-Enthusiast – das liegt am Geschmack und an der Aminosäure namens Theanin.“ Dieser wird eine ausgleichende Wirkung auf das Gehirn nachgesagt. „Teetrinker sind wach, konzentriert und entspannt – ein inspirierender Zustand.“

Heute teilt er sein Teewissen in einer Altbauwohnung in Leipzig. Schwarzer Boden, eine gedeckte Tafel, auf der Kirschblüten blühen, helle Wände, natürlich belassenes Holz. Feines Geschirr steht bereit. Acht Erwachsene und ein Mädchen haben sich versammelt, um über die Zutaten für ein entschleunigtes Leben zu sprechen: Wie geht moderne Gemütlichkeit? Was verbindet Tee und Hygge? Das will ich herausfinden.

Die Tafel des guten Geschmacks: Wir lernen, wie Tee und Hygge atmen

Langsam findet jeder seinen Platz am Tisch, an der langen Seite sitzt bereits ein Paar. Die beiden heißen Lea Korzeczek und Matthias Hiller, sie Innenarchitektin, er Produktdesigner – beide heute Gastgeber der Runde. Gemeinsam gründeten sie 2013 Studio Oink, ein Büro für Innenarchitektur. Lea und Matthias haben Wohnungen, Studios und Geschäftsräume in Berlin, Zürich und bei Wismar an der Ostsee gestaltet. Ihre Berufung? Räumen eine Seele geben, sie wohnlich machen. So, dass sich der Bewohner gern in ihnen aufhält, zur Ruhe kommt. Mit Textilien, Farben, dem richtigen Sessel. Mit Fellen, Kerzen, Vasen. Das dazugehörige Adjektiv lautet „hyggelig“.

„Hygge“ haben die Dänen erfunden. Es ist ein Trend, der in den letzten Jahren in Wohnzimmer Einzug gehalten hat. Und vor allem ein Lebensstil: es sich gemütlich machen, einen Ort des Rückzugs schaffen. Typische Hygge-Elemente sind Beleuchtung mit Kerzenschein, Kaminfeuer, weiche Textilien, dazu Kuchen und warme Getränke. Sowie: Gemeinschaft.

Es ist wie beim Wein: Zu jedem Anlass gibt es den richtigen Tee.

Neben Thomas, Lea und Matthias haben sich eingefunden: Cäcilia und Benno, die zusammen ein Label für Holzspielzeug und Kinderzimmerausstattung gegründet haben. Industriedesign-Studentin Leonarda liebt Jasmintee. Und ich, Kira, Autorin aus Berlin, mit meinem Freund Ulf und unserer Tochter Louisa. Auf dem Holztisch stehen Spargelsalat mit Erdbeeren und Sprossen, Falafelbällchen mit Rote-Bete-Creme, Süßkartoffeln und Avocado mit Schafskäse, Zucchini-Nudeln. Ein farbenfrohes Bild. Und so ist auch die Stimmung. 

„Meinen Earl-Grey-Tee brauche ich am Morgen“, antworte ich, als Thomas nach unseren Teegewohnheiten fragt. „Für mich darf es auch mal ein schöner schwarzer Darjeeling sein. Den trinke ich wie die Engländer mit Milch“, sagt Cäcilia. „Und ich konsumiere kannenweise Fencheltee“, kommentiert Lea. Matthias nickt lächelnd. „Ich bin durch sie zum Teetrinker geworden.“ Thomas erklärt: Ob weißer, grüner oder schwarzer Tee – die Blätter kommen zwar von der gleichen Pflanze, sind aber unterschiedlich empfindlich. Wassertemperatur, Ziehzeit und Menge der Blätter müssen je nach Sorte anders dosiert werden. Sonst kann es bitter werden. Eine Gelinggarantie gibt es für diese anspruchsvolle Zubereitung nicht. Bisher.

Thomas hat das erste Gerät der Welt mitgebracht, das aus jeder Teesorte ein Maximum an Geschmack und Aroma herausholt – so wie es unsere Vorfahren vor Jahrtausenden erdachten. Es ist der Vorwerk Temial. An der Seite des Teegeräts scannt er die Teepackung ein. Jetzt weiß er, welche Sorte zuzubereiten ist – und nach welchen individuellen Parametern. Sieben Minuten später gießt Thomas Weißtee in Schalen: „Es ist wie beim Wein: Zu jedem Anlass gibt es den richtigen Tee. Und für diesen leichten Lunch ist der feine Weiße aus China prädestiniert. Die blumige Note greift den Spargel auf.“ Und jetzt: „Bitte schlürfen.“ Dies sei wichtig, damit die Geschmacksknospen der Zunge den Charakter des Tees besser auswerten.

Ich genieße den Tee – und die Gemütlichkeit in dieser Gemeinschaft. Meine Tochter hat Spaß daran, so viele Menschen um sich zu haben. Auf dem Sofa fläzen, eine Tasse Tee in der Hand, auf dem Couchtisch steht Gebäck. Thomas kredenzt dazu einen Schwarztee mit natürlich aromatisierten Bourbonvanilleschoten und Kakaoschalen. Gemütlicher wird es nicht. 

Ich habe viel über Tee gelernt. Jetzt möchte ich mehr über Hygge erfahren. Matthias: „Je stressiger und lauter einem die Welt vorkommt, desto gemütlicher möchte man es zu Hause haben. Und darum schauen sich viele die Einrichtungskultur von den Dänen ab.“ Für mich sind es die Kerzen, die ich besonders an grauen Tagen für meine Abendstimmung anzünde.

"Tee und Hygge haben einen gemeinsamen Faktor: Es kommt auf die Details an."

Benno braucht Pflanzen wie Sukkulenten, Duftgeranien oder Zimmerlinden, knapp 80 Exemplare besitzt er. „Die Pflanzen stehen in Gruppen, ich schaffe mit ihnen grüne Oasen“, sagt er. Für Cäcilia ist es der lange Tisch: „Gemütlichkeit entsteht mit Menschen.“ Interior-Expertin Lea resümiert: „Tee und Hygge haben eine Gemeinsamkeit: Es kommt auf die Details an. Bei der Teezubereitung nimmst du auch nicht den Teebeutel und hältst ihn – zack – ein paar Minuten ins Wasser. Und so ist es bei der Einrichtung auch.“ Sie beobachtet: Viele denken, man könne ins Möbelhaus gehen und sich das nachkaufen, was in einem Showroom gefallen hat. Aber: „Die Einrichtung muss zum Menschen passen. Das kann ein langer Prozess sein.“ Wie bei der Zubereitung von Tee: Es geht um Sorgfalt. 

Matthias, Lea und Thomas haben sich vor der Vitrine im Wohnzimmer versammelt. „Man könnte denken, ihr habt euer Geschirr schnell hier reingestellt, dabei ist es bestimmt arrangiert“, sagt Thomas. Matthias schmunzelt: „Einfach reingestellt gibt es bei uns nicht!“ Er greift nach einem Becher und positioniert ihn neu. Mir ist heute klar geworden, wie wichtig der bewusste Rückzug ist. Viel zu oft bin ich „on“, gönne mir selten Ruhe. In Zukunft also: mehr Tee, mehr Gemütlichkeit. Aus reiner Selbstliebe. Die Dänen sind schließlich nicht ohne Grund das glücklichste Volk der Welt. 

So revolutioniert Temial das Tee-Erlebnis

1. Automatische, individuelle Zubereitung: Temperatur, Aufbrüh- und Ziehzeit, Zahl der Aufgüsse – jeder Tee ist schließlich anders.
2. Lose Blätter statt Beutel: Erleben Sie, wie sich die Kraft eines Tees entfaltet – so wie es vor Jahrtausenden erdacht wurde.
3. Sortenvielfalt: Temial bietet Ihnen zum Start zehn Teesorten inklusive eigener Parameter an. Und zu Ihren eigenen Tees merkt sich Temial Ihre gewünschten Zubereitungsdetails.

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