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12.02.2020
Nachhaltiger Haushalt?

3 Wege, seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten

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12.02.2020

Kreuzfahren, Vielfliegerei, Fleischgenuss – überall lauern die großen Klimasünden. Doch nicht jeder kann oder möchte auf tierische Lebensmittel verzichten, den Urlaub stornieren oder nur noch mit Fahrrad oder Bahn fahren. Dennoch überlegen sich immer mehr Menschen, in welchen Bereichen sie bereit sind, sich einzuschränken. Wir schauen auf drei Wege, wie man seinen Alltag klimafreundlicher gestaltet – und wie man sie vielleicht etwas konsequenter verfolgt.

Weg
1

Den Energieverbrauch unter die Lupe nehmen!

Das Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt oder die Kühlschranktür nicht offenstehen lassen: Schon als Kind lernt man, dass Strom wertvolle Energie ist, die es zu sparen gilt – um etwas für Geldbeutel und Umwelt zu tun. Ein Umstieg auf Ökostrom aus erneuerbaren Energien wie Erdwärme, Wasserkraft, Wind- oder Sonnenenergie ist hier ein konsequenter Schritt, der heute dank zahlreicher Vergleichsportale weder kompliziert noch zwingend teurer ist. Und auch wer in Smart Home Systeme investiert, kann einen Schritt in Richtung mehr Energieeffizienz machen.

Doch was sind weitere Verhaltensweisen, die man im Alltag reflektieren und dann ändern könnte? Wer klein starten will, kocht nur so viel Teewasser auf wie nötig, nutzt die vorhandenen Energiesparmodi seiner Elektrogeräte und setzt beim Waschen und dem Betrieb der Spülmaschine auf niedrige Temperaturen. Waschen bei 40 °C statt 60 °C spart zum Beispiel nahezu die Hälfte an Strom. Bei 30 °C sind es sogar zwei Drittel.

Beim Kühlschrank ist es sinnvoll, diesen möglichst gut zu füllen – zum Beispiel mit Getränkeflaschen oder Milchtüten, die als eine Art Kühlakku helfen, den Energieaufwand zu reduzieren. Übrigens: Bei der Anschaffung sollte man sich die Frage stellen, wie groß der Neue tatsächlich sein muss. Denn je 100 Liter Volumen verbraucht das Gerät bis zu 30% mehr Strom. 

Weg
2

Auf eine bewusste und nachhaltige Ernährung achten

Laut Umweltbundesamt macht die Ernährung 14 Prozent der Treibhausgasemissionen aus. Wer also häufiger auf Fleisch oder Milchprodukte verzichtet, kann bereits einiges zum Klimaschutz beitragen. Würde der Fleischkonsum in Deutschland auf die Hälfte sinken, könnten 13,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Hinzu kommt, dass die meisten von uns mehr Fleisch essen als gesund ist. 300 bis 600 Gramm pro Woche empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Ohnehin kann eine gesunde Ernährung laut einer Livewell-Forschung des WWF dabei helfen, den CO2-Fußabdruck bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Mehr Hülsenfrüchte, Nüsse, Obst und Gemüse auf dem Speiseplan sind dafür die Voraussetzung. Wer überdies möglichst frische und regionale Lebensmittel kauft, sorgt dank kurzer Transportwege und weniger Verpackung für eine gute CO2-Bilanz. Insbesondere Fertiggerichte weisen auf dem Weg vom Feld bis auf den Teller viel mehr umweltschädliche Aspekte auf und sollten möglichst gemieden werden.

Weg
3

Beim Einkauf möglichst viel Verpackungsmüll vermeiden

Ein Leben ganz ohne Plastik ist (noch) keine Lösung. Denn nicht für jede Anwendung gibt es bislang eine ökologisch bessere Option. Kunststoff einfach durch Papier zu ersetzen, belastet Wälder. Baumwoll-Textilien können der Umwelt durch enormen Wasserverbrauch schaden. Und insbesondere im Elektronikbereich gibt es meist noch keine Alternative zu Kunststoff-Bauteilen. Doch man kann schon jetzt einiges an seinem Einkaufsverhalten ändern – oder anders gesagt: Es geht mehr als nur Jutebeutel!

Zwar bringen schon heute viele Menschen ihre eigenen Einkaufstaschen mit in den Supermarkt. Doch an Fleischtheke oder Gemüseregal greifen die meisten dann doch wieder zu zusätzlichen Verpackungen. Stattdessen bieten Metzger oder auch Supermärkte den Service, Wurst, Fleisch oder Käse in selbst mitgebrachten Dosen abzuwiegen. Auch fast jedes Obst und Gemüse lässt sich problemlos lose bis zur Kasse und dann in wiederverwertbaren Beuteln transportieren. Wer das Thema verpackungsfrei Einkaufen konsequent angehen möchte, hat in vielen Städten die Option, auf so genannte „Unverpackt-Läden“ auszuweichen, in denen Nudeln, Reis oder Gewürze einfach in mitgebrachte Behälter abgefüllt werden.

Verhaltensänderungen sensibilisieren das eigene Umfeld

Egal, welchen Weg zu mehr Klimaschutz man auch einschlagen möchte. Kleine Veränderungen im Alltag wirken im Vergleich zum CO2-Ausstoß ganzer Industrienationen wie der Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch: Wer sein Verhalten hinterfragt und verändert, sensibilisiert damit auch immer wieder sein gesamtes Umfeld – und wird so, wenn vielleicht auch unbewusst, etwas bewirken.

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