Vorwerk
So arbeitet die Generation Y bei Vorwerk

„Freiraum bedeutet mehr, als mit dem Longboard zur Arbeit zu rollen“

Die Generation Y: neugierig, kreativ – aber nicht belastbar? Seitdem die ersten „Ypsiloner“ vor einigen Jahren auf den Arbeitsmarkt drängten, ist so viel über sie geschrieben und diskutiert worden wie wohl über kaum eine andere Generation zuvor. Wir räumen mit ein paar Mythen auf und haben Vorwerk Mitarbeiter gefragt, was ihnen im Arbeitsalltag wirklich wichtig ist.

Seit Jahren versuchen Sozialforscher und Arbeitsmarktexperten die Generation Y zu durchschauen. Die jungen Menschen, die zwischen 1980 und der Jahrtausendwende geboren sind, sehen sich dabei einigen Vorurteilen ausgesetzt. Denn der Grundtenor vieler Studien, Umfragen und Berichte lautet: Die Generation Y will im Team am großen Rad drehen und Neues voranbringen – aber doch bitte ohne Druck und zu viel Verantwortung.

Niklas van Teeffelen kann mit solchen Generalisierungen nur wenig anfangen. „Mit vielen Leuten aus meiner Generation habe ich nicht mehr gemeinsam als das Geburtsjahr“, sagt der 28-Jährige, der seit einem Jahr in der Forschung und Entwicklung bei Vorwerk arbeitet. „Ich freue mich über Verantwortung und treibe gerne Projekte und Ideen voran. Schließlich ist es mein Ziel, neue Produkte auf den Markt zu bringen.“ Aber dazu müsse man auch vom Arbeitgeber befähigt werden, ergänzt er.

Es sind einige Mythen rund um die Generation Y entstanden

Auch André Bleser hadert mit einigen Mythen, die rund um seine Generation entstanden sind – zum Beispiel, dass diese besonders sprunghaft und wenig entscheidungsfreudig sei. „Dass ich erst einmal viel ausprobiere, heißt nicht, dass ich keine Verantwortung übernehmen möchte oder andauernd meinen Job wechsle“, so der 31-Jährige, dessen Lebenslauf seine Neugier eindrücklich nachweist. Erst eine Ausbildung zum Medienkaufmann im Verlag, dann ein Business-Studium in den Niederlanden, Glasgow, Dortmund und Oxford und seit 2017 ein Platz im Traineeprogramm von Vorwerk im Marketing und Vertrieb. „Zu Beginn meines Traineeships habe ich drei Monate im Vertrieb hospitiert und als Kundenberater selbst Staubsauger verkauft“, ergänzt Bleser. 

Dass ich viel ausprobiere, heißt doch nicht automatisch, dass ich sprunghaft bin. 

Bleser und van Teeffelen sind sich bewusst, dass der Lebenslauf ihrer Eltern und Großeltern meist noch gradliniger verlief und sie heute mehr Freiheiten genießen. „Doch Freiraum heißt nicht, um 11 Uhr mit dem Longboard zur Arbeit zu rollen und erstmal im Bällebad Kreativrunden zu drehen“, erklärt van Teeffelen. „Sondern es heißt einfach, das Vertrauen zugesprochen zu bekommen, ein Projekt oder kleines Team zu leiten und mich mit Führungskräften auf Augenhöhe auszutauschen.“

Zu den Personen:

Niklas van Teeffelen ist seit 2017 im Advance Development von Vorwerk tätig und arbeitet dort hauptsächlich an Produktentwicklungen rund um den Thermomix. Der 28-Jährige hat Maschinenbau studiert und konnte bereits für seine Bachelor-Arbeit erste Erfahrungen im Unternehmen sammeln.

Lisa-Alexa Kopka ist seit 2017 Online Marketing Managerin im e-Commerce Team von Vorwerk Kobold. Die 25-Jährige fand Ihren Einstieg bei Vorwerk durch ein Praktikum, welches sie im September 2015 nach ihrem Studium in Medien- und Kommunikationsmanagement absolvierte.

André Bleser absolviert seit September 2017 das Vorwerk Traineeprogramm im Marketing & Vertrieb bei Kobold. Nach einer Ausbildung zum Medienkaufmann absolvierte der heute 31-Jährige ein Studium in International Business & Management Studies mit Schwerpunkt Marketing.

Im Team und auf Augenhöhe: So möchte die Generation Y arbeiten

Diesen Wunsch würden sicher auch viele Kollegen der alten Generation unterschreiben. Also: Hat sich gar nicht so viel geändert? Lisa Alexa Kopka, die seit 2017 als Online Marketing Managerin im e-Commerce Team von Vorwerk Kobold arbeitet, findet schon: „Wir haben als Generation Y eine andere Sicht auf die Welt als noch die Generation der Babyboomer. Unsere Eltern waren größtenteils an finanzieller Sicherheit interessiert. Wir hingegen sind in einer Zeit aufgewachsen, in der so gut wie nichts mehr Sicherheit bietet.“ Genau darauf hätten sich jüngere Menschen eingestellt, erklärt die 25-Jährige – weshalb ihre Generation mitunter auch als egozentrisch gesehen würde.

„Ich will keinen Job, bei dem ich von meinem Chef einfach die To-do-Liste auf meinen Schreibtisch bekomme, um diese dann stupide und brav nach Vorschrift abzuarbeiten. Wir stellen uns häufiger die Frage, warum wir etwas machen und wir möchten aktiv mitwirken statt nur daneben zu sitzen.“ An diesen Ansprüchen müsste sich laut Kopka auch eine moderne Arbeitswelt orientieren. Und sie und ihre Kollegen erleben auch, wie die jüngere Generation klassische Hierarchien aufbricht und die Arbeitsweise bereits verändert hat – auch die in einem so großen Unternehmen wie Vorwerk.

In Kreativ-Sessions und Workshops könne sich jeder mit neuen Ideen einbringen. „Für mich ist es elementar, dass Entscheidungen nicht über die Köpfe von anderen im Team hinweg getroffen werden“, erklärt Kopka, „wobei es natürlich wichtig ist, dass am Ende klare Ansagen die Projekte voranbringen.“ Die flachen Hierarchien im Unternehmen sorgen heute aber auch dafür, dass sich die Kollegen auch über ihre Teams hinaus und außerhalb der Arbeitszeit austauschten. Der Kontakt und eine Atmosphäre, in der es nicht unnötig formell zugehe, mache für die Vorwerk Kollegen auch die Qualität einer Arbeitsstelle aus. 

Kritik zeigt mir, dass der andere Interesse an meiner Arbeit hat. 

Innovativ denken ist keine Generationenfrage

Und was ist der Generation Y sonst noch wichtig, um mit Spaß und innovativ arbeiten zu können? Für van Teeffelen gehört auf jeden Fall die funktionierende Feedbackkultur zu den entscheidenden Faktoren. „Konstruktive Kritik zeigt mir, dass der andere Interesse an meiner Arbeit hat.“ Auch André Bleser, dem als Trainee eine eigene Mentorin zur Seite gestellt wurde, schätzt Feedback und Anerkennung. Außerdem legen alle drei Kollegen auf ein Büroumfeld und eine IT-Infrastruktur wert, in der man sich spontan zum Meeting treffen, aber auch in Ruhe zum Arbeiten zurückziehen könne. „Um produktiv und kreativ arbeiten zu können, brauche ich manchmal einen räumlichen Tapetenwechsel“, erklärt Kopka. „Bei uns hat man die Möglichkeit, auch mal temporär in der Lounge oder im Homeoffice zu arbeiten“

Ganz allgemein wünschen sich die jungen Vorwerk Kollegen persönliche Entwicklungschancen. Talente könnten eigentlich immer noch früher identifiziert und besser gefördert werden – zumal die nächste Generation schon wieder in den Startlöchern steht. „Die Jüngeren, die jetzt ins Studium starten, kennen die Welt nicht ohne Internet, Digitalisierung und soziale Netzwerke. Und sie kommunizieren noch einmal ganz anders, teilweise viel unbekümmerter als wir“, so van Teeffelen. Wer allerdings Spaß an seinem Job habe, behalte auch die Lust und den Willen, sich mit Neuem auseinanderzusetzen. „Und das ist immer eine Typ- und keine Generationenfrage.“

Interview
Drei Fragen an Lucas Clemot, Vorwerk Recruiter in Nantes
„Am Ende sind es die einfachen Dinge: Transparenz und Kommunikation auf Augenhöhe“

Lucas Clemot arbeitet seit viereinhalb Jahren bei Vorwerk und ist heute für die Bereiche Recruiting und Karriere in Nantes, Frankreich verantwortlich. Als Mitglied der Generation Y weiß er um die Bedürfnisse der Millennials und kennt die Herausforderungen, sie für ein Unternehmen wie Vorwerk zu gewinnen.


Einer der größten Unterschiede zu älteren Generationen ist, dass die Generation Y eine Position sucht, in der sie ihr Wissen direkt zum Einsatz bringen kann. Die jüngeren Arbeitnehmer wollen ihre Chancen und Potenziale sofort nutzen und nicht erst irgendwann auf ihrem späteren Karriereweg. Sie legen großes Augenmerk auf alles, was ein Unternehmen zu bieten hat – auch auf die gelebten Werte und Möglichkeiten, sich fortlaufend fortzubilden. Oftmals gehen sie hier keine Kompromisse ein und achten weniger auf die Außendarstellung eines Unternehmens, als vielmehr darauf, wie in einem Unternehmen tatsächlich gearbeitet wird.


Die Herangehensweise der Generation Y bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist ähnlich der beim Kauf eines Produktes. Sie vergleicht, nimmt Ratschläge an und manchmal will sie sogar ein wenig verführt werden. Was also nicht funktioniert, ist eine klassische Hierarchie, in der der Personaler Fragen wie in einer Prüfung stellt und die gesamte Kontrolle über Gespräch und Auswahl hat. Der Einstellungsprozess muss auf Augenhöhe geschehen und als klare Zielsetzung eine Win-Win-Situation für den Arbeitgeber und den potenziellen Arbeitnehmer anstreben.

Young Professionals brauchen Anerkennung und das Gefühl, dass sie involviert sind. Sonst lehnen sie den Job ab oder verlassen die Position schnell wieder. Grund dafür ist, dass sie flexibler sind als frühere Generationen und kein Problem damit haben, öfter mal ganz neue Karrierewege einzuschlagen. Meiner Meinung nach ist das ein weiterer großer Unterschied zur Generation unserer Eltern oder Großeltern.


Am Ende sind es die einfachen Dinge: Transparenz während der Vorstellungsgespräche und vor allem, dass Kandidaten einen so tiefen Einblick in das potentielle Arbeitsumfeld erhalten wie nur möglich. Während des Einstellungsprozesses geben wir ihnen die Möglichkeit, zukünftige Vorgesetzte, die Personalabteilung und natürlich ihr potentielles Team kennenzulernen – so können sie ein Gefühl dafür entwickeln, welche Arbeitsatmosphäre sie erwartet und welche Mission und Prinzipien ein Team verfolgt.

Lucas Clemot in Nantes, Frankreich als Recruiter für Vorwerk.

Der Einstellungsprozess ist aber natürlich nur der Anfang. Im Anschluss stehen wir als Unternehmen vor der Herausforderung, das Interesse und die Motivation der neuen Arbeitnehmer aus der Generation Y zu erhalten. Dies erreichen wir, indem wir Ihnen umfangreiche Aufgabengebiete und Verantwortung zutrauen – beispielsweise in neuen Projekten, in die sie ihre Visionen und Ideen einfließen lassen können.

07.06.2018

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