Vorwerk
Eine Bloggerin verrät

So entstehen kreative DIY Ideen

DIY Bloggerin Sarah Mühl liebt die kreative Veränderung in ihren vier Wänden: Ob eine Riesenpinnwand aus Kork oder ein Dschungel aus Pflanzen – sie findet immer neue DIY Ideen, die das Wohnen schöner und vor allem individueller gestalten. Ihre neuesten Inspirationen teilt sie online und kostenlos in verschiedenen DIY Communities. Sie mag es, wenn ihre Projekte von anderen ausprobiert werden. Denn eine DIY Idee ergebe die andere, wie sie im Interview erklärt.

Sarah, auf dem „Alabaster“-Blog präsentierst Du Deine aktuellen DIY Ideen. Was ist Dein neuester Tipp für den Sommer?

Momentan ist der sogenannte „Dschungel-Style“ angesagt, der sich durch alle Wohnbereiche zieht, drinnen wie draußen. Hierfür integriert man Pflanzen an Stellen, wo sie eher nicht vermutet werden – also nicht nur auf dem Fensterbrett, sondern auch in der Küche, im Bad und im Schlafzimmer. Mit DIY Lösungen wie zum Beispiel hängenden Regalen aus Strick und Holz können Pflanzen überall befestigt werden. Neu dabei ist, hierfür großblättrige Pflanzen zu wählen und sie dicht unter- oder nebeneinander zu positionieren. Im feuchten Badklima fühlen sich zum Beispiel tropische Pflanzen wohl, während grüne Sommerpflanzen auf dem Balkon cool sind, aber dort auf selbstgebauten Leitern mit kleinen Regalflächen oder im Hochbeet.

Ist das auch Dein Lieblingsstyle?

Ja, definitiv. Dazu mag ich Dinge, die den amerikanischen Wüsten- und Boho-Vibe verkörpern: Holz- und Beigetöne, Kakteen und indianische Muster sowie auch marokkanische Teppiche.

Ich finde es gut, wenn es zu Hause dekoriert aussieht. Dabei macht ein Mix aus alten und neuen Wohnaccessoires den Charakter eines Raumes aus. 

Lust auf ein Badewannenregal im Boho-Stil? Die Anleitung gibt es am Ende des Interviews.

Woher nimmst Du die Inspiration für neue Kreativideen?

Ich erhalte sehr viele Eindrücke auf Reisen. Durch meine Leidenschaft für die Berge und die Wüste, aber auch durch das Wohnen im Van oder in einem Tiny House, wo auf kleinstem Raum praktische Einrichtungsideen entstehen, komme ich jedes Mal inspiriert zurück. Außerdem bin ich gern auf Pinterest, Instagram sowie DIY- und Reise-Blogs unterwegs. Jeder hat seine Lieblings-Accounts, denen er folgt. Die ein oder andere DIY Idee verleitet mich, sie nachzumachen – dann aber auf meine eigene Art und Weise.

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Wie gehst Du bei der Planung von neuen Ideen vor? Kannst Du uns den Prozess von der Idee bis zum fertigen DIY Projekt beschreiben? 

Wenn ich eine Vision von einem DIY Projekt habe und weiß, in welche Richtung ich gehen möchte, fange ich an, ein Moodboard zu entwerfen. Das sieht so aus, dass ich in Photoshop verschiedene Bilder, die ich online zu meinem DIY Thema finde, zusammenkopiere. Dann lege ich Farben, Formen und Materialien fest und fange an, einen Ablauf für das Projekt zu definieren. Das heißt: Der Plan entsteht, indem ich mir die DIY Idee aufzeichne, also mich mit Bleistift und Papier hinsetze und eine Skizze anfertige.

Manchmal zeige ich mein Moodboard und meine Planskizze noch jemand anderem, der sich auch im Do it yourself Bereich auskennt, um abzuschätzen, ob mein Vorhaben auch realistisch ist. Dann brauche ich nur noch die Materialien einzukaufen und einen freien Samstagvormittag zu wählen – schon wird das DIY Projekt ausprobiert. 

Und mit welchen Materialien arbeitest Du am liebsten?

Ich arbeite sehr gern mit Holz und Pflanzen, da diese Kombination ein schönes Raumklima ergibt. Häufig verwende ich rohe Holzarten, weil man sie in den gewünschten Farben lasieren kann. Ansonsten benutze ich häufig Farben und Tapeten und gestalte am liebsten die gesamte Wandfläche um.

Wie sieht das aus, wenn Du ganze Wände umgestaltest?

Ich mag es, Dinge auch mal anders als gewohnt zu dekorieren. Zum Beispiel kann man Regale mit Bildern verbinden, indem ein Bild auf dem Regal steht, ein zweites an der Wand lehnt und ein drittes daneben an der Wand hängt. Möglich ist auch, die Wand stärker praktisch zu nutzen, etwa mit vielen dekorativen Haken für Hüte und Taschen. Oder man nutzt eine Oberfläche aus weiß gestrichenem Kork, dank der man viele Dinge einfach an die Wand pinnen kann.

Was rätst Du anderen Bastlern und Selbermachern, die eigene DIY Ideen verwirklichen wollen? 

Am wichtigsten ist es, seinen eigenen Stil zu finden. Das ist eine Herausforderung, vor der wir derzeit alle stehen, da wir von verschiedenen Einflüssen, Ideen und Stilen nahezu überflutet werden. Ob ich zum Beispiel den Landhaus-Stil oder moderne, geradlinige Stile bevorzuge, muss ich erst einmal herausfinden.

Wir alle stehen vor der Herausforderung, unseren eigenen Stil zu finden.  

Wie finde ich den Wohnstil, der zu mir passt?

Zunächst die Lieblingsfarben in der Wohnung definieren, dann die liebsten Möbel und Einrichtungsgegenstände auf Bildern zusammentragen und anschließend für sich entscheiden, ob man lieber Holz oder Metall mag, runde oder eckige Formen bevorzugt sowie minimalistische oder eher üppige Einrichtungsstile: So findet man ganz gezielt heraus, was zu einem passt – und welches DIY Projekt sich anschließt, um so zu wohnen, wie man möchte.

Kann jeder eine DIY Idee umsetzen?

Ja, man sollte sich aber nicht unter Druck setzen, denn man lernt mit jedem DIY Projekt. Zu viel Perfektionismus zu Beginn führt häufig dazu, dass das Vorhaben entweder gar nicht erst angegangen oder mittendrin abgebrochen wird. Daher sollte das kreative Arbeiten immer mit einer fertigen DIY Idee abschließen, auch wenn sie nicht ganz perfekt ist. Irgendwann kommt man schon zu dem Ergebnis, das man will.

Wie wichtig ist der Austausch in digitalen Communities für deine Arbeit?

Das Feedback von Gleichgesinnten ist mir wichtig. Genauso wie ich mich gern von anderen inspirieren lasse, macht das Zeigen eigener Projekte und der darauffolgende Austausch in Online-Communities viel Spaß.

Wenn ich eine DIY Idee habe, kommt es auch vor, dass ich sie sofort mit anderen teile, um deren Input mit aufzunehmen. Ich finde es nämlich großartig, wenn Ideen – egal ob von mir oder von anderen DIY Bloggern – weitergesponnen werden. Gemeinsam können wir noch kreativer werden. 

Sarah Mühl (29) aus Leipzig bringt ihren eigenen Stil lieber in kreativen DIY Ideen zum Ausdruck, anstatt Dinge neu zu kaufen. Ihre Projekte teilt die gelernte Dekorateurin u.a. im "Alabaster Blogzine".

Auf Instagram und Facebook gibt es ja mittlerweile eine Art „Wettbewerb“ unter den meist gelikten DIY Ideen zum Nachmachen. Wie gehst Du damit um?

Ich versuche entspannt damit umzugehen und nicht zu viel nach rechts und links zu schauen, obwohl ich als Bloggerin beruflich darauf angewiesen bin. Wenn man aber etwas macht, das man liebt, merkt das auch die Community und man erhält ganz automatisch das richtige Feedback. Generell ist mir ein intensiver Austausch wichtiger, als nur die Klicks zu zählen.

Ein intensiver Austausch ist mir wichtiger, als nur die Klicks zu zählen. 

Welches Projekt hast Du als nächstes in der Planung?

Ich möchte in den nächsten Jahren einen Van mit ganz viel Holz ausbauen. Da ich gerade mit dem Bus im Urlaub unterwegs war, bin ich hier besonders inspiriert. Außerdem habe ich vor kurzem die Badewannen-Auflage aus dem Twercs DIY Set umgestaltet – und zwar so, dass sie einen neuen Boho-Stil erhalten hat und als praktisches Utensil genutzt werden kann, auch wenn man gerade nicht badet.

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