Vorwerk
Oden an den Boden

Warum der Teppich fast schon Vergangenheit war - und jetzt die Zukunft ist

Als altmodisch galten sie, als verstaubt. Parkett sollte es bitteschön sein. Doch nach Jahren nackter Böden wendet sich die Bewegung. Wer sich heute durch Interior-Blogs klickt, kommt an einem Thema nicht vorbei: Dem Teppich. Doch wie sieht die Zukunft der Bodenbeläge aus?

Zeitgenossen sehnen sich nach Gemütlichkeit, Wärme, einem Rückzugsort. Und es sind Teppiche in allen Variationen, die dabei eine zentrale Rolle spielen. Auch Vorwerk spürt das. Zum Beispiel Produktmanagerin Veronika Niemeier, 41. Sie beobachtet, dass Textilien wieder stark gefragt sind – ob in Form von Bodenbelägen oder einzelnen Teppichen. Ihre Kollegin Gabi Göing, 48, erklärt: „Teppiche sind wie ein weicher Waldboden.“ Neben dieser Ruhe und Behaglichkeit, die Teppiche ausstrahlen, „sind sie wärmedämmend, energiesparend, gelenkschonend, rutschfest und wichtig für die Raumakustik, denn sie dämmen den Trittschall und verringern den Hall.“ Ein weiteres Pro: Teppiche eignen sich für Allergiker, da sie den Staub speichern und sich anschließend absaugen lassen.

Teppichkünstler werden Stars

Doch Teppich ist nicht Teppich. Wir achten heute darauf, welches Produkt wir uns nach Hause holen. Weg von der Masse, hin zum Einzelstück: Ein Interior-Accessoire soll authentisch sein, im besten Fall eine Geschichte erzählen und unserem Wunsch nach Individualität entsprechen. Deshalb spielen traditionelle Handarbeiten und anspruchsvolle Herstellungsprozesse eine wichtige Rolle. Teppichfirmen feiern Erfolge mit der Aufarbeitung alter Orientteppiche, mit aufwendigen Bearbeitungsprozessen und außergewöhnlichen Designideen.

Einige dieser Teppichkünstler sind zu echten Stars geworden. Der bekannteste unter ihnen ist der Bochumer Jan Kath, dessen handgeknüpfte Teppiche wie riesige Kunstwerke wirken – von abstrakten Mustern in Knallfarben bis hin zu klassischen Motiven. Die Schweizer Designerin Nadja Stäubli von Schönstaub überträgt fotorealistische Bilder auf Teppiche, die so echt aussehen, als wären sie gedruckt. Und der Berliner Jürgen Dahlmanns wird scherzhaft als Rockstar der Teppichbranche bezeichnet. Weil die Motive seines Labels Rug Star so bunt und verrückt sind. Mal sieht es aus, als wären Farbtöpfe explodiert, dann zieren riesige Insekten den Teppich. Hossein Rezvani, ein Hamburger mit iranischen Wurzeln, gewann den Carpet Design Award 2016 in der Kategorie „Bestes modernes Design Deluxe“. Er interpretiert alte Perserteppiche neu, indem er die traditionellen Muster bunt einfärbt.
 

Italienische Eleganz: Der weiße Kalksteinboden in dieser Villa in den Abruzzen stammt aus dem nahen Steinbruch. Er harmoniert mit dem hellen Teppich aus der Selected Rugs Reihe von Vorwerk, „der dem matten Stein einen kontrastierenden Schimmer entgegensetzt“, wie es der Architekt Davide Rizzo formuliert.


Auch im Teppichsortiment von Vorwerk zeichnet sich der Wunsch nach Individualität und Qualität ab: hochwertige Maßanfertigungen, in Deutschland produziert. Das Unternehmen passt sogenannte Wall-to-wall- Bodenbeläge jedem Raum auf Maß an. Zudem kann der Kunde aus über 2000 Farben und bis zu 400 unterschiedlichen Teppichvarianten wählen. Bei einzelnen Teppichen, im Fachjargon „abgepasste Teppiche“ genannt, kommt noch eine Vielfalt an Bordüreneinfassungen hinzu. Dazu Teppichfliesen, die sich in unterschiedlichen Formen aneinandersetzen lassen. Hochflorige, besonders weiche Teppiche sind aktuell gefragt, die sich auch barfuß gut anfühlen

Flexibel und wandelbar: Teppichfliesen sind die Zukunft 

Außerdem ist Glanz und Struktur ein wichtiges Thema: „Changierende Oberflächen erzeugen beim Darüberlaufen Spuren, die je nach Blickwinkel unterschiedlich wirken“, sagt Gabi Göing. Der Wunsch nach Glanz, Gold und Glitzereffekten bestätigt sich auch bei den Bordüreneinfassungen: Was in der Mode schon lange Thema ist, kommt jetzt bei Teppichen an. Für 2017 plant Vorwerk die Einführung eines Veloursteppichs, der als Teppichboden genauso wie als abgepasster Teppich funktioniert. Luana ist weich und punktet mit Komfort und hohem Trittschallschutz. Zwölf Farben stehen zur Auswahl, von dezentem Beige bis hin zu Minzgrün.

Und morgen? „Teppichfliesen sind die Zukunft“, prognostiziert Veronika Niemeier. Wegen ihrer Wandelbarkeit. „Damit lassen sich einzelne Bereiche auslegen, zum Beispiel an der Couch oder unter dem Esstisch.“ Bei einem Umzug sind sie schnell eingepackt. Und sie können je nach Trend in unterschiedlichen Farben und Mustern kombiniert werden. Diese Flexibilität klingt nach einem Trend, der bleiben könnte. Liegen bleiben.

TEXT Theresa Schwab | FOTOS Brechenmacher Baumann Photography 

Warum unsere Teppiche einzigartig sind

Unsere Teppiche bestehen Belastungstests – mehrfach: Jeden Quadratmeter testen wir dreimal, kommen so pro Jahr auf über 15 Millionen Prüfungen. Bodenbeläge von Vorwerk sind daher die langlebigsten. Und sie sind allergikergeeignet. Diese Qualität überzeugt regelmäßig Tester und Jurys. So erhielt Vorwerk jüngst den „Oscar“ der Baubranche in der Kategorie „Textile Bodenbeläge“. 1600 Architekten hatten ihre Favoriten gewählt. Warum auch Ihr nächster Teppichboden ein Vorwerk sein sollte, erfahren Sie bei Vorwerk flooring.

30.06.2017

Mehr zum Thema

Die Zukunft lädt

Bekommen wir bald den Super-Akku?

Wann haben Sie sich zuletzt über den leeren Akku ihres Smartphones geärgert? Unsere zwei Experten erklären Ihnen, wie Sie Ihren Akku schonen – und ob Sie sich Hoffnung auf bessere Technik machen dürfen.

Weiterlesen

Kommende Wohntrends

„Wir wünschen uns Möbel mit Geschichten“

Eva Brenner mag es archaisch – zumindest wenn es um die Einrichtung ihrer Küche geht. Im Interview erklärt die Innenarchitektin, warum wir trotz Perfektionsdrangs und immer neuerer Technik dennoch alte Möbel vom Flohmarkt kaufen.