Vorwerk
Von regional bis Bio

3 Tipps für Ihren Lebensmitteleinkauf

Mehr Qualität im Einkaufswagen – dafür sind nach jüngsten Erhebungen des Messanalyse-Unternehmens Nielsen fast drei Viertel der Deutschen bereit, auch einen höheren Preis zu bezahlen. Dabei setzen immer mehr Menschen auf regionale Erzeugnisse oder Bio-Waren. „Doch direkt zu erkennen, wo welches Produkt herkommt und was sich hinter den Siegeln verbirgt, ist nicht leicht“, erklärt Pia Naumann von Thermomix Deutschland. Gemeinsam mit der Ökotrophologin haben wir einige Tipps zusammengetragen, mit denen Sie beim Lebensmitteleinkauf den Überblick bewahren, und am Ende qualitativ hochwertig einkaufen.

Tipp 1
Achten Sie gezielt auf verschiedene Bio-Siegel

Immer mehr Menschen bevorzugen Nahrungsmittel, die weniger Zusätze und Konservierungsstoffe enthalten. So kaufen laut einem neuen Food Trend Report von Thermomix 58 Prozent der Deutschen Bio-Produkte, um genetisch veränderte Organismen zu vermeiden. „Auch die Behandlung mit chemischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln ist bei Bio-Produkten zum größten Teil ausgeschlossen“, erklärt Naumann die Vorteile der als „bio“ oder „öko“ gekennzeichneten Lebensmittel. Allerdings bedeute Bio nicht, dass die Produkte automatisch geschmacklich hochwertiger oder unbedingt gesünder seien als solche aus der konventionellen Erzeugung. „Vor allem der menschliche Geschmackssinn ist sehr individuell“, so Naumann. So können auch in der konventionellen Erzeugung sehr gute und schmackhafte Lebensmittel entstehen.

Bio ist nicht immer gleich Bio! 

Was jedoch stark für Bio-Produkte spreche, sei die artgerechte Tierhaltung, die mehr Platz im Stall oder mehr Möglichkeiten zum Auslauf bedeute. „Aber bio ist nicht immer gleich bio.“ Das vielschichtige Angebot in Supermärkten – von Discountern bis hin zu reinen Bio-Läden – beweist das eindrucksvoll. „Wer Wert auf besonders gute Bio-Produkte legt, sollte jedoch nicht den Ort als entscheidendes Kriterium für seinen Einkauf nehmen“, erklärt Naumann. So könne man durchaus auch in Discountern hochwertige Bio-Produkte finden.

„Vielmehr sollte man gezielt auf die einzelnen Labels auf den Produkten achten.“ Da gibt es zunächst das EU-Bio-Siegel, das europaweit die Basisbedingungen für einen Bio-Produzenten festlegt und so einen Mindeststandard an ökologischer Landwirtschaft und Tierhaltung garantiert. Jedoch gehen die Anforderungen einzelner Erzeugerverbände wie z.B. Bioland, Ecoland, Naturland oder Demeter teilweise deutlich über die EG-Öko-Verordnung hinaus. Und das weit verbreitete, sechseckige deutsche Bio-Siegel? „Es erfüllt dieselben Mindestanforderungen wie das EU-Bio-Siegel“, erklärt Naumann, „wird aber trotzdem wegen seiner Bekanntheit zusätzlich auf vielen Produkten abgedruckt.“ 


Daher sei es sinnvoll, sich einmal vorab über die Anforderungen der einzelnen Bio-Labels zu informieren und diese mit den eigenen Ansprüchen abzugleichen – zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft oder beim Biomarkt-Verzeichnis bioprodukte.de. „Wer ganz sichergehen möchte, kann sich natürlich auch beim regionalen Bauernhof selbst einen Überblick über Tierhaltung und Pflanzenerzeugung verschaffen.“ 

Tipp 2
So erkennen Sie Produkte, die wirklich aus Ihrer Region stammen

Anders als die Begriffe „bio“ und „öko“ sind Kennzeichnungen wie „regional“ oder „Region“ nicht rechtlich geschützt – „was zu ganz unterschiedlichen Interpretationen von Regionalität führt“, erklärt Naumann. Dabei möchten viele Menschen für einen umweltfreundlicheren Einkauf lange Transportwege vermeiden oder einfach regional ansässige Landwirte unterstützen.

„Den Beschriftungen auf Verpackungen, die regionale Speisen anpreisen, ist leider nicht immer zu trauen“, erklärt Naumann. „Einige Produkte, die als regional beworben werden, sind sogar alles andere als regional.“ Wie also im Supermarkt echte regionale Produkte von den falschen unterscheiden? „Bei unverarbeiteten Lebensmitteln wie Obst und Gemüse sollte der Erzeuger mit seiner Adresse oder zumindest einem bestimmten Ort genannt sein.“ Eine weitere Orientierung biete außerdem das blauweiße, so genannte Regionalfenster. „Es gibt Auskunft darüber, woher die Hauptzutaten eines Produkts kommen, wo sie verarbeitet wurden und listet die regionalen Inhaltsstoffe in Prozent auf.“ Allerdings ist das Regionalfenster eine freiwillige Kennzeichnung für regionale Lebensmittel.
 

Regional kaufen heißt auch saisonal kaufen. 

Und regional einzukaufen birgt noch eine weitere Herausforderung: „Regional einkaufen heißt auch, saisonal einzukaufen.“ Schließlich wachsen viele Obst- und Gemüsesorten hierzulande nicht das ganze Jahr über. Eine Möglichkeit, die Saison zu „verlängern“ sei laut Naumann, frisch gekaufte Lebensmittel gleich einzufrieren, um sie dann auch außerhalb der heimischen Haupterntezeit genießen zu können. 


Tipp 3
Tiefkühlkost ist besser als ihr Ruf 

 Auf Tiefkühlprodukte aus dem Supermarkt greifen viele Menschen auch dann zurück, wenn es im Alltag mal etwas schneller gehen soll. Und die eingefrorenen Obst- und Gemüsemischungen sind in vielen Fällen deutlich besser als ihr Ruf. „Vor dem Einfrieren werden diese Lebensmittel meist nur sehr kurz gelagert und behalten deshalb ihre Frische“, erklärt Naumann. „Vor allem Obst und Gemüse können bei der optimalen Reife geerntet und eingefroren werden.“ Der Geschmack werde also durch das Einfrieren generell erst einmal verbessert.

Geht es um die Kennzeichnung solcher Produkte als „bio“ oder „regional“, sei dann aber wieder der Verbraucher gefragt, die Verpackung auf entsprechende Siegel oder Kennzeichnungen zu überprüfen. Und auch beim Auftauen der Produkte sollte man einige Dinge beachten „Es ist wichtig, die Tiefkühlprodukte nicht zu schnell aufzutauen, wie beispielsweise in der Mikrowelle. Dabei werden die Zutaten oft außen schon warm und bleiben innen noch gefroren.“ Auch wichtige Nährstoffe könnten durch einen falschen Auftauprozess verloren gehen. „Je länger Sie sich für das Auftauen Zeit nehmen, desto besser“.

Wer sich informiert, kauft am Ende Qualität. 

Zeit sei laut Naumann überhaupt ein passendes Stichwort, wenn es um den Lebensmitteleinkauf gehe. Wer sich im Voraus gut informiere und auch im Supermarkt gezielt nachfrage, hat am Ende sicher qualitativ hochwertigere Ware im Einkaufswagen. „Und zum Glück verschafft einem der Thermomix ja dann anschließend während des Kochens etwas Zeit.“

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23.02.2018

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