Vorwerk
Personalisierte Produkte & DIY

Die neue Qualität des Selbermachens

Wenn Sie sich an Ihre Kindheit zurückerinnern – haben Sie auch alles Mögliche mit Aufklebern verschönert oder Ihre Schultasche mit Aufnähern zu einem ganz besonderen Hingucker gemacht? Das Verändern und Anpassen von persönlichen Dingen ist schon immer ein Mittel gewesen, seine Einzigartigkeit auszudrücken und Unikate zu erschaffen. Heute gipfelt dieser Wunsch nach Individualität im „Do it yourself“-Trend und der neuen Lust am Selbermachen. Aber auch im Bestellprozess gefertigter Produkte ist immer häufiger schon eine Personalisierung möglich. 

Egal ob Getränkeflaschen mit dem eigenen Namen oder individuell bedruckte Süßigkeiten, egal ob Müsli, Parfüms oder Schuhe – es gibt wohl kaum noch ein Alltagsprodukt, das man im Netz nicht nach seinen persönlichen Wünschen zusammenstellen oder mitgestalten kann. „Wir fühlen uns mit den Produkten viel verbundener, wenn sie nach unseren Vorstellungen gefertigt wurden oder unseren Namen tragen“, erklärt Lisa Tihanyi den zunehmenden Wunsch nach personalisierten Produkten. Die Autorin mehrerer DIY-Bücher betreibt erfolgreich den Blog „mein feenstaub“ und präsentiert ihre DIY-Ideen regelmäßig in TV-Sendungen wie dem ARD-Buffet.

Wir fühlen uns mit den Produkten viel verbundener, wenn sie nach unseren Vorstellungen gefertigt wurden. 

Tihanyi ist der Überzeugung: „Je individueller, desto besser.“ Immer mehr Menschen wollten nicht mehr nur Ware von der Stange kaufen, sondern solche, mit der sie sich identifizieren können – „und mit der sie emotional etwas verbinden.“ Der Trend zur Personalisierung hat deshalb sogar den Büchermarkt erfasst, indem Leser in ihre ausgewählten Romane oder Krimis „hineingeschrieben“ werden. Gerade personalisierte Kinderbücher boomen. Schließlich ist es für die Kinder spannend, plötzlich sich selbst neben den eigenen Helden wie Biene Maja, Benjamin Blümchen & Co. zu sehen und die gleichen Interessen zu teilen.


„Produkte wie diese vermitteln mir das Gefühl: Das wurde nur für mich gemacht“, erklärt Tihanyi das Streben nach Unikaten. Häufig sind es auch solche Dinge, die verschenkt werden, weil das personalisierte Geschenk zeigt, wie viel Gedanken und Mühe man sich gegeben hat. „Allerdings handelt es sich immer noch um ein Massenprodukt mit individuellem Anstrich.“

Hierin liegt laut Tihanyi der Unterschied zur „Do it yourself“-Bewegung, bei der die Dinge mit den eigenen Händen selbst erschaffen oder umgestaltet würden. „Es gibt nichts Schöneres, als ein selbstgemachtes Unikat in den Händen zu halten, das so garantiert niemand anderes hat.“ So ist es auch der Wunsch nach „etwas Individuellem für sich selbst“, der laut einer Studie von YouGov und Statista rund 43 Prozent der DIYler veranlasst, Dinge in Handarbeit herzustellen. Zum Vergleich: Das Sparen von Geld ist hierbei nur für 34 Prozent entscheidend.

Aus welchem Anlass stellen Sie Dinge in Handarbeit her?


„Ich liebe es, eigene Ideen, die ich habe, einfach direkt selbst umzusetzen, statt mich nach einem passenden Produkt umzusehen, das ich kaufen kann,“ erklärt Tihany ihre Begeisterung für das Thema DIY. Sie glaubt, dass es doppelt so viel Freude mache, einen Gegenstand zu nutzen, wenn man ihn selbst geschaffen habe – und dass dies immer mehr Menschen erkennen. „Ich kann mir schlecht vorstellen, dass wir von individuellen Unikaten irgendwann wieder zurück zu weniger einmaligen Produkten wollen! Zumal man mit den Tools von Twercs ja alles hat, was man zum Selbermachen braucht." Und schließlich gelte ja das Motto: „Je mehr Persönlichkeit und Individualität, desto besser.“

Zur Person: Anfang 2013 startete Lisa Tihanyi ihren DIY-Blog „mein feenstaub“, auf dem sie Ihre Leser mit Inspirationen rund um die Themen „DIY“, „Upcycling“, „Handlettering“ und „Design“ versorgt. Mittlerweile hat die Mainzerin mehrere DIY-Bücher geschrieben und zeigt ihre Ideen regelmäßig in TV-Sendungen wie dem ARD-Buffet, Kaffee oder Tee oder dem TigerentenClub.

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