Vorwerk
      Staubsauger ...
      130 Jahre Design Evolution
      „Schöne Form!“ — „Tolle Farbe!“ — „Das hat Stil!“ — wenn wir über das Design von Häusern, unserem Interieur oder alltäglichen Produkten sprechen, beziehen wir uns meist auf das Optische! Dabei ist Design auch das, was wir nicht sehen oder was sogar überhaupt nicht vorhanden ist. Diese kleinen Details bringen wir in unserem vierten Vorwerk Thema „Design mehr als Gestaltung“ ans Licht. Für einen ersten Überblick schauen wir mit Ihnen auf über 130 Jahre Designgeschichte.
      1901
      1901

      Jugendstil

      Um 1900 sorgen Zeichner dafür, dass die Teppichmuster von Vorwerk dem Geschmack der damaligen Kundschaft entsprechen.

      Der Perser­teppich wird zum Verkaufs­schlager

      Edel, exotisch, gehoben — dafür steht das Jugendstil-Design noch heute. Mitten in diese Epoche hinein bringt Vorwerk 14 Jahre nach der Firmengründung im Jahr 1883 die ersten maschinell hergestellten Perserteppiche auf den Markt. Das Besondere: Erst durch ein Versehen beim Zusammenbau des Webstuhls wird das Webmuster auch auf der Rückseite des Teppichs sichtbar.

      Die gesamtkünstlerische Gestaltung des Jugendstils lässt Gebäude oder ganze Gebäudekomplexe in einem einheitlichen Stil entstehen.
      Pflanzliche oder geometrische Formen mit einer Tendenz zum Ornamentalen — so sieht die typische Linienführung des Jugendstils aus. Gegen die maschinelle Fertigung von Waren sträubten sich die Anhänger der Epoche allerdings.
      1907
      1907

      Werkbund

      Die Geburtstunde des Industrie­designs

      Auf Initiative des Baubeamten Hermann Muthesius gründet sich 1907 der Deutsche Werkbund in München. Die Vereinigung von Künstlern, Kunsthandwerkern, Architekten und Unternehmern setzt sich das Ziel, deutsche Produkte durch eine herausragende Gestaltung und künstlerische Qualität auf dem Weltmarkt zu positionieren. Gleichzeitig sollen sie funktional und für den Arbeiterhaushalt erschwinglich sein.

      Kunst, Handwerk und Industrie sollen im Werkbund optimal zusammenwirken. Daraus resultiert ein sachlicher, gegenwartsorientierter Stil.
      „Was bedeutet gutes Design?“ — auf diese Frage antwortet Vorwerk-Chefdesigner Uwe Kemker im Video. Wieso gerade deutsches Design im Ausland so gefragt ist, erklärt er im ausführlichen Interview.
      1919
      1919

      Bauhaus

      Weil's
      gemacht
      werden muss

      Die Grundfarben Rot, Gelb und Blau sind typische Bauhaus-Farben. Möbel werden meist aus geometrischen Formen entwickelt.
      Schulgebäude in Dessau: Mit seinen Stätten zählt das Bauhaus seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

      Als Kunstschule von Architekt Walter Gropius in Weimar gegründet, stellt das Bauhaus die Zusammenführung der Künste und das Handwerk in den Mittelpunkt seiner Design-Philosophie. In Werkstätten erlernen die Schüler mindestens ein Kunsthandwerk und werden mit den grundlegenden Materialeigenschaften und wichtigen Prinzipien der Produktgestaltung vertraut gemacht. Das Ergebnis: Das historische Bauhaus ist die wohl einflussreichste Bildungsstätte in den Bereichen Architektur, Kunst und Design des 20. Jahrhunderts.

      Die kubische Form mit würfelartigen Elementen ist typisch für den Bauhaus-Stil.
      1920
      1920

      Art Déco

      Das Produkt wird zum Statussymbol

      Das Zentrum der Künstler und Kreativen ist Mitte der 1920er die Metropole Paris. Sie ist Impulsgeber für einen Mix aus verschiedenen Elementen des Jugendstils, des niederländischen De Stijl und des deutschen Bauhaus. Zwar fehlt dem Art déco deshalb mit sowohl rankenden als auch streng geometrischen Formen ein eindeutiges Stilmerkmal, doch eines haben die Produkte gemein: Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs der goldenen Zwanziger werden sie zum Statussymbol.

      Geometrische Formen und intensive Farben – diese Freiformfliesen hätten sicher auch zur Zeit des Art déco Abnehmer gefunden.
      Interior Design

      Trendfarben richtig einsetzen

      Im Art déco setzten Designer vornehmlich auf leuchtende Primärfarben. Auch heute liegen intensive Farbtöne wieder im Trend. Wir zeigen, wie Sie diese richtig kombinieren.

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      1930
      1930

      Der erste Kobold

      Alte Werbeanzeige: Seit 1930 werden alle Reinigungsgeräte von Vorwerk unter der Marke „Kobold verkauft“

      Ergebnis großer Experimentier­freude

      Die Einflüsse des Art déco münden bei vielen Designern, Künstlern und Betrieben vor allen Dingen in großer Experimentierfreude. Auch bei Vorwerk wird an vielen neuen Produkten gearbeitet. Das Ergebnis: Der berühmte Kobold Staubsauger.

      Der Kobold Staubsauger von 1930 bis heute

      1930
      1935
      1952
      1977
      1997
      2013
      2016
      1945
      1945

      Streamline Design

      Die Stromlinien Moderne auch für den Kobold

      Nach dem Zweiten Weltkrieg steht das Streamline Design in Deutschland stellvertretend für den Aufbruch. Die neuen Einflüsse aus den USA machen nicht nur den Begriff des Stylings salonfähig, sondern sorgen vor allem dafür, dass die äußere Form der Produkte zum entscheidenden Verkaufsargument wird. Auch der Kobold bekommt zu dieser Zeit ein erstes Update — mit frischen Farben und einem modernen Design. Außerdem wird er in den folgenden Jahren durch zahlreiche Anwendungen erweitert.

      Form follows multifunction

      Als der Staubsauger zur Trockenhaube wurde

      Ein Gerät, zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten - in den 50ern war der Kobold Inbegriff des Design-Prinzips „form follows function“. Doch was bedeutet der Begriff überhaupt?

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      1950
      1950

      Skandinavisches Design

      Weniger wird Mehr

      In den 50er-Jahren erobern Designs aus Dänemark, Norwegen und Schweden die internationale Architektur- und Industrie-Szene. Mit seinem formalen, minimalistischen und funktionalen Gestaltungsansatz ist das skandinavische Design auch heute noch allgemein gültig und anwendbar. Die Schönheit der Möbel oder Produkte basiert dabei vor allen Dingen auf ihrer Einfachheit.

      Vorwerk Thema #2

      Die neue Einfachheit

      Ob beim Interior Design, beim Essen oder der Organisation im Büro - der Minimalismus-Trend ist für viele Menschen der Gegenentwurf zu einer immer komplexeren Welt. Wir zeigen, wie er unseren Alltag verändert.

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      1961
      1961

      Popart

      Die Geburt einer Legende

      In den 60er-Jahren ebnet die englische und amerikanische Popkultur mit Motiven aus der Alltagswelt und Werbung den Weg für einen völlig neuen Lifestyle-Konsum. Schon früh kümmert sich Vorwerk dabei um den richtigen Lifestyle in der Küche. Die VKM5 Küchenmaschine ist der Startschuss für clevere und multifunktionale Unterstützung beim Kochen, die im heutigen Thermomix TM5 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

      Eigentlich auch schon Kunst: Alte Plakate aus den 60ern bewerben mit knalligen Farben die Vorwerk-Küchengeräte.
      Menschen, Produkte, Eis — die Pop Art hebt banale Elemente aus der Massenkultur hervor und setzt sie oft in einen neuen Kontext.
      1980
      1980

      Autorendesign

      Der Designer wird zum Künstler

      Status und Extravaganz: Ab Anfang der 80er-Jahre rücken die Handschrift und Kunstfertigkeit des Designers in den Vordergrund der Produktgestaltung. Auch Vorwerk setzt im Laufe der Zeit auf bekannte Namen — und lässt Teppiche von international bekannten Künstlern und Designer entwerfen, darunter Roy Lichtenstein, David Hockney, Klaus Fußmann oder Jean Nouvel. Anders als bei vielen Vertretern des Autorendesigns gerät das Produkt bei Vorwerk allerdings nicht zur Nebensache.

      Anders als bei vielen Vertretern des Autorendesigns gerät das Produkt bei Vorwerk allerdings nicht zur Nebensache.

      2000
      2000

      Design heute

      Form-
      gebung
      als
      Mittel
      zum
      Leben

      „Das Design macht den Unterschied“ — diese goldene Regel gilt heute wohl stärker als jemals zuvor. Doch sollten die ästhetische und emotionale Wirkung immer mit der Funktionalität des Produkts zusammenfließen. Nicht zuletzt wegen des großen technischen Fortschritts im Zuge der Digitalisierung muss die Funktion eines Gerätes noch stärker vorgedacht werden als bislang — und das Design muss mit der Lösung eines Alltagsproblems beginnen.

      Mehr als Gestaltung

      Wie Design unseren Alltag bestimmt

      In unserem neuen Vorwerk Thema geben wir Ihnen Einblicke und Tipps rund um das Thema Design.

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