Vorwerk
Schnell mal abschalten

12 Entspannungstipps für Ihren Alltag

Am Arbeitsplatz von Meeting zu Meeting hangeln und zuhause warten Kinder, Küche und der Haushalt: Wir kommen schneller in Stresssituationen als uns lieb ist. Doch wie schaffen wir es, unsere innere Unruhe zu bekämpfen und wieder einen Gang runter zu schalten?

Immer mehr Menschen setzen hierfür auf fernöstliche Lehren wie Yoga, Qi Gong oder Thai Chi. Um langfristig gesünder und gelassener zu leben, verlangen die genannten Techniken jedoch Training und Zeit. Etwas schneller geht es mit den folgenden 12 Entspannungsübungen von Anja Jäger, Therapeutin und Coach für mentales Training, Gesundheit und Entspannungslehre in Rösrath bei Köln. Ihre 12 Tipps helfen dabei, in akuten Stresssituationen kurzfristig zu relaxen und die Gedanken zu beruhigen. Das Gute daran: Sie lassen sich garantiert in jeden Alltag integrieren. 

1. Sorgen Sie mit Bewegung für Stressabbau

Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause, die Laufrunde im Park oder den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurücklegen: Das sind nur ein paar Möglichkeiten, um mit Bewegung den Stresspegel herunterzufahren. 

2. Relaxen Sie beim Lachen

„Lachen ist gesund“ oder „Lachen ist die beste Medizin“ – wir haben doch schon immer gewusst, dass an diesen alten Sprüchen etwas Wahres dran ist. Wissenschaftlich bestätigt wurde es aber erst vor etwa 20 Jahren. Bewiesen ist, dass häufiges Lachen positiv auf unser Immunsystem wirkt und Selbstheilungskräfte hervorruft. Studien haben sogar gezeigt, dass die ausgeschütteten Endorphine und Dopamine – bekannt als Glückshormone – zum Stressabbau beitragen. Eine kurze Übung hierzu: Sich vor einen Spiegel stellen, mit den Fingerspitzen leicht auf das Gesicht klopfen und lautstark loslachen. Die Anspannung der Gesichtsmuskeln löst sich sofort auf. 

3. Beobachten Sie Ihre Atmung

Wer in stressigen Situationen innehält und seine Aufmerksamkeit bewusst auf seinen Atem lenkt, nimmt bereits die erste Anspannung aus dem Körper. Unterstützen kann man den Effekt der inneren Ruhe mit einer kurzen Atemübung: Von eins bis neun zählen und bei jeder Ziffer langsam ein- und ausatmen. Nach drei Durchgängen fühlt man sich sichtlich entspannter.
 


4. Gönnen Sie Ihren Augen etwas Entspannung 

Hilfreich kann es auch sein, sich für einen kurzen Moment auf einen Stuhl zu setzen und die Augen zu schließen. Schenken Sie Ihrem Körper Ihre ganze Aufmerksamkeit. Tasten Sie gedanklich ganz langsam Ihre Körperteile ab – beginnend bei den Füßen, über Beine, Rumpf und Rücken bis hin zum Kopf. 

5. Befreien Sie die Schultern

Bei vielen Menschen setzt sich die Verspannung schnell im Nacken fest. Was kurzfristig helfen kann, ist eine Übung aus der progressiven Muskelentspannung. Schultern stark hochziehen und blitzartig runterfallen lassen. Dies drei bis fünf Mal wiederholen.

6. Meditieren Sie bei Kerzenschein

Eine Kerze anzünden, sich davor setzen und den Blick sanft nach unten richten. Ein paar Minuten Konzentration auf das kleine Flämmchen wirken befreiend für Geist und Gemüt.
 


7. Widmen Sie sich einer Tasse Tee

Eine ähnliche Übung ist die der Tasse Tee: Mit dieser setzt man sich gemütlich auf die Couch und beginnt, sie langsam und vor allem mit allen Sinnen zu genießen – sozusagen als Teezeremonie mit sich selbst. Perfekt, um den Alltag zu entschleunigen.

8. Machen Sie eine musikalische Traumreise

Auch Musik mit Wellenrauschen, Vogelgezwitscher und anderen sanften Klängen trägt zur Entschleunigung bei. Etwa 20 Minuten dauern diese Entspannungsmusiken im Internet oder auf CD. Wer diesen lauscht, wird gedanklich in eine andere Welt versetzt, währenddessen sich die Gehirnwellen beruhigen.

9. Gehen Sie in die Natur 

Es ist bewiesen, dass die Farbe Grün unser Wohlbefinden steigert. Daher kann schon ein kurzer Waldspaziergang zur Entspannung beitragen und das Gedankenkarussell, in dem man sich befindet, unbedeutend erscheinen lassen.
 


10. Arbeiten Sie mit den Händen

Viele Büromenschen entspannen, wenn sie wieder etwas mit den Händen machen können. Ob Blumen pflanzen im Garten, etwas Schönes basteln oder ein neues Wohnaccessoire gestalten: Hauptsache man hat es selbst gemacht. 

11. Schütteln Sie Ihren Körper aus 

Hüpfen, Tanzen und sich frei nach Lust und Laune bewegen wirkt unheimlich befreiend. Am besten zwischendurch immer mal wieder den ganzen Körper ausschütteln, so wie ein nasser Hund.

12. Gehen Sie offline

Wer es schafft, ein paar Stunden oder auch mal einen ganzen Tag ohne WhatsApp, Facebook und E-Mails auszukommen, erfährt wiedergewonnene Zeit für andere schöne Dinge des Lebens. Wie wäre es jetzt zum Beispiel mit einem Kochabend mit Freunden und Familie oder einer der anderen Entspannungstechniken?

03.03.2017

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