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Als Expat in Asien: wie funktioniert das interkulturelle Leben?

Ein Expat berichtet: „Asien hat mein Leben verändert“

Eine Karriere im Ausland – davon träumen viele. Wer in der Fremde Erfolg haben möchte, muss sich den kulturellen Besonderheiten anpassen können. Ein aufgeschlossener Charakter und Unterstützung durch den Arbeitgeber spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Fredrik Lundqvist, Vorwerk Sales Director bei Thermomix China, spricht über seine Erfahrungen als Expat in Asien.

Sie leben als gebürtiger und aufgewachsener Schwede seit vielen Jahren in Asien. Was war für Sie, besonders in der Anfangszeit, die größte Herausforderung in der neuen Kultur?

Ich habe schon in mehreren asiatischen Ländern gelebt (Japan, Singapur, Philippinen, Vietnam und China) und finde es immer sehr spannend, in ein neues Land zu kommen und eine neue Kultur kennenzulernen. Trotz der größeren geographischen Nähe ist der kulturelle Unterschied zwischen beispielsweise Japan und Vietnam ebenso groß wie der zwischen Schweden und China. Wenn ich in ein neues Land ziehe, muss ich mich deshalb immer der Aufgabe stellen, offen zu sein und mich darauf einzulassen, dass es einige Zeit dauern wird, bis ich die neue Kultur verstehe. Es war mir immer wichtig, kulturelle Unterschiede zu respektieren und gutzuheißen und mich auf die positiven anstelle der negativen Seiten zu konzentrieren.

Die eindeutig größte Herausforderung, wenn man in ein neues Land kommt, ist aber immer die Sprachbarriere, die zu vielen Missverständnissen führt. Ich habe aber gelernt, auch dies positiv zu sehen, weil Verständigungsprobleme neue und unerwartete Erlebnisse bewirken können. Zum Beispiel, wenn ich in einem Restaurant nicht in der Lage bin, das gewünschte Gericht zu bestellen und stattdessen etwas ganz anderes bekomme.

Wie unterstützt Vorwerk Sie in ihrem Leben als Expat in Shanghai?

Abgesehen von der praktischen Hilfe beim Umzug in ein neues Land, etwa beim Beantragen von Visa und Arbeitsgenehmigungen, kam die wichtigste Unterstützung immer von den wunderbaren Kollegen in den Ländern, in denen ich gelebt habe. Für mich ist die Vorwerk Familie nicht nur ein Slogan, sondern etwas, was ich in jedem neuen Land tatsächlich erlebe. Und das ist jetzt in China nicht anders.

Sie sind mit einer Vietnamesin verheiratet. Was ist das Erfolgsgeheimnis einer interkulturellen Beziehung?

Ich glaube, für eine funktionierende Beziehung ist es wichtig, kompromissbereit zu sein und die gegenseitigen Unterschiede zu respektieren. Einen unterschiedlichen Hintergrund zu haben kann schwieriger sein als ein gemeinsamer Hintergrund. Andererseits bringt es auch viele Vorzüge mit sich. So können wir sowohl Schweden als auch Vietnam als unsere Heimat betrachten, und wir feiern sowohl Weihnachten als auch das vietnamesische Neujahrsfest Tet, den schwedischen Mittsommer und das vietnamesische Mondfest.

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